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UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona

Die Gebirgslandschaft zwischen Vorderrheinthal, Sernftal und Walensee ist weltweit einzigartig, weil dort die Gebirgsbildungsprozesse besonders gut sichtbar sind. Aufgrund dieser Einmaligkeit hat das UNESCO-Welterbekomitee am 7. Juli 2008 im kanadischen Québec das über 300 Quadratkilometer grosse Gebiet um den Piz Sardona auf die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Eines der wichtigsten Phänomene dabei sind die Glarner Hauptüberschiebung und die Tschingelhörner mit dem Martinsloch oberhalb Elm.

Die drei Hauptgründe der Aufnahme
in die Weltnaturerbeliste der UNESCO

  • die gute Erkennbarkeit und Auffälligkeit der Ueberschiebungsfläche im Gelände
  • die schöne Ausbildung der gelogischen Strukturen
  • die ausserordentlich grosse forschungsgeschichtliche Bedeutung für das Verständnis der Entstehung von Gebirgen

Weitere Besonderheiten des Gebietes
nebst der Hauptüberschiebung

  • unberührte Landschaften
  • eine reichhaltige alpine Pflanzen- und Tierwelt
  • Hochmoore, Schwemmebenen von nationaler Bedeutung
  • eine hohe Dichte von Geotopen, das sind schützenswerte Zeugen der Erdgeschichte wie die Tschingelhörner mit dem Martinsloch und die Lochsite

 

Hans Conrad Escher von der Linth bemerkte bereits 1809, dass hier älteres Gestein über jüngerem, geschichtet ist. Auch anhand der Glarner Hauptüberschiebung konnte die Entstehung von Gebirgen mittels der Plattentektonik erklärt werden. Im Fall der Alpen stiessen dabei die Europäische und die Afrikanische Platte aufeinander, türmten sich auf und brachten so den älteren Verrucano über den Kalkstein. Diese Überschiebung fand natürlich nicht nur im Glarnerland oder in der Schweiz statt, sie ist jedoch nirgendwo so eindrücklich sichtbar wie an der «Lochsite» oder den «Tschingelhoren». Dies anerkannte auch die UNESCO. Denn die Hauptgründe zur Aufnahme waren die gute Erkennbarkeit und Auffälligkeit der Überschiebungsfläche, die schöne Ausbildung der Strukturen und die geschichtliche Bedeutung für das Verständnis der Entstehung von Gebirgen.

 

Darüber hinaus beinhaltet die Tektonikarena Sardona schützenswerte Zeugen der Erdgeschichte wie die Tschingelhoren mit Martinsloch, die Landschaft im hinteren Murgtal oder die Segnesböden. Das Gebiet besticht mit unberühten Landschaften und einer reichhaltigen alpinen Pflanzen- und Tierwelt.

Ein Film über den Sardona-Welterbe-Weg mit seinen Highlights und Geheimtipps

Kontakt

Geschäftsstelle IG UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona,

Harry Keel, Geschäftsführer, Städtchenstrasse 45, 7320 Sargans,

Telefon +41 (0)81 723 59 20,  www.unesco-sardona.ch, harry.keel(at)tektonikarenasardona.ch

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